Arbeitsweise

Klar im Ablauf. Offen für das, was entsteht.

Verantwortungsvolle tiergestützte Arbeit beginnt mit einem guten Verständnis von Zielen, Bedürfnissen, Setting und Zuständigkeiten. Daraus entsteht eine persönlich passende Begegnung.

Kurz beantwortet

Der Prozess besteht aus Erstklärung, Ziel- und Rahmenplanung, Sicherheitscheck, behutsamem Kennenlernen, Durchführung und Reflexion. Jede Phase schärft das passende Format und macht den nächsten Schritt konkret.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze.

01 · Erstklärung

Die Situation verstehen und daraus ein Format entwickeln.

Im ersten Gespräch geht es darum, wer Unterstützung sucht, welche Alltagssituation belastet, welche Hilfen bereits bestehen und was von einer tiergestützten Begegnung erwartet wird. Bei Einrichtungen kommen Zielgruppe, Gruppengröße, Räumlichkeiten, Begleitpersonal und organisatorische Vorgaben hinzu.

Das Gespräch bündelt die relevanten Informationen und zeigt, wie tiergestützte Arbeit mit medizinischer, psychotherapeutischer, pädagogischer oder anderer Unterstützung zusammenspielen kann.

02 · Zielvereinbarung

Aus einem Wunsch wird ein beobachtbares Arbeitsziel.

Ein Arbeitsziel beschreibt, was in der Situation konkret möglich werden soll: selbst eine Wahl treffen, sich einer Aufgabe zuwenden, Kontakt aufnehmen, eine kleine Bewegung mitmachen oder an einer Gruppe beteiligt bleiben.

Ziele werden gemeinsam vereinbart, im Verlauf angepasst und als klarer Maßstab für Beobachtung und Reflexion genutzt.

03 · Sicherheit

Vor dem Termin werden Risiken und Verantwortlichkeiten geklärt.

Dazu gehören Allergien, Ängste, Infektionsrisiken, offene Wunden, medizinische Besonderheiten, mögliche Abwehrreaktionen, Fluchtwege, Bodenverhältnisse und Rückzugsmöglichkeiten. In Einrichtungen werden außerdem Hygieneplan, Zuständigkeit, Einverständnisse und Notfallkommunikation abgestimmt.

Die individuelle Bewertung richtet sich nach der gesundheitlichen Situation der Zielgruppe und schafft einen verlässlichen Rahmen für Mensch, Tier und Einrichtung.

Sicherheit und Hygiene vertiefen

04 · Kennenlernen

Beobachten ist eine vollwertige Form der Teilnahme.

Die erste Begegnung schafft Orientierung und Wahlmöglichkeiten. Menschen können beobachten, Abstand halten oder eine Aktivität auswählen. Die Fachkraft erklärt Signale und Regeln und beobachtet zugleich das Verhalten des Tieres.

Tagesform und Körpersprache bestimmen den gemeinsamen Rhythmus. Aufgabe, Abstand und Dauer werden flexibel so gestaltet, dass die Begegnung für beide Seiten stimmig bleibt.

05 · Durchführung

Die Aufgabe bleibt flexibel, das Ziel bleibt sichtbar.

Je nach Ziel können Füttern nach klaren Regeln, gemeinsames Vorbereiten von Material, Beobachten, Bürsten, ein kurzer Weg, Sortier- oder Erinnerungsaufgaben oder Gespräche über das Tier sinnvoll sein. Die Aktivität wird an Tagesform, Belastbarkeit und Reaktion angepasst.

Kleine, gut dosierte Sequenzen machen Beteiligung und Erfolgserlebnisse greifbar. Pausen und Rückzug sind fest in die Durchführung integriert.

06 · Reflexion

Beobachtungen werden in nächste Schritte übersetzt.

Nach der Einheit wird festgehalten, was beobachtbar war: Welche Wahl wurde getroffen? Wann entstand Kontakt? Was löste Unruhe aus? Wie reagierte das Tier? Bei wiederkehrenden Formaten werden diese Beobachtungen mit Bezugspersonen oder Fachkräften besprochen.

Ziel, Nutzen, Belastung und Tierwohl bestimmen gemeinsam die Fortsetzung. Gruppengröße, Raum, Dauer und Unterstützungsform können daraus gezielt weiterentwickelt werden.

Häufige Fragen

Antworten für eine gute Entscheidung.

Das lässt sich nicht pauschal festlegen. Alter, Ziel, gesundheitliche Belastbarkeit, Gruppengröße, Setting und Tierwohl bestimmen die Dauer. Eine kurze passende Begegnung ist besser als ein zu langes Standardformat.

Unverbindlicher Erstkontakt

Welcher Weg passt zu Ihrer Situation?

Ein kurzer Überblick genügt. Gemeinsam entwickeln wir den passenden nächsten Schritt.

Situation besprechen